IP-KOM-ÖV

Logo des ProjektsInternet Protokoll basierte Kommunikationsdienste im öffentlichen Verkehr

Arbeitskomplex 3: Hintergrunddienste von TRIAS

Dieser Projektteilbereich beschäftigte sich mit den Schnittstellen (TRIAS: Travellers Realtime Information and Advisory Standard), die benötigt werden, um eine Echtzeitfähige Kommunikations- und Auskunftsplattform zu schaffen. Damit ein Fahrplanauskunftssystem die aktuelle Betriebslage kennt und so auch im Störungsfall optimale Auskünfte geben kann, müssen die Datenflüsse in den IT-Systemen aller beteiligten Organisationen miteinander verknüpft und untereinander abgestimmt werden.

Komponenten Auskunft

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Umsetzung

Komplementär zu den Anwendungsfällen der Fahrgastinformation im Störungsfall werden auch die möglichen Störfälle aus betrieblicher Sicht betrachtet und ein Katalog der üblichen Maßnahmen erarbeitet, die in diesen Fällen ergriffen werden. Daraus lassen sich die Prozessabläufe im Störungsfall ableiten. Darauf aufbauend werden die Datenflüsse zwischen den beteiligten IT-Systemen betrachtet.
Um die Fahrgäste auch im Störungsfall schnell, ausreichend und ggf. sogar aktiv informieren zu können, werden neue Schnittstellendienste zwischen Leitstellen, Störungsmanagementsystemen, Datendrehscheiben, Auskunftssystemen etc. definiert bzw. vorhandene Schnittstellen um notwendige Datenelemente ergänzt.

Ergebnisse

Schnittstellen

Wichtigstes Ergebnis des Projekts sind Schnittstellenspezifikationen, die es ermöglichen, die Fahrgäste unterwegs schnell und aktuell mit den Informationen zu versorgen, die sie im jeweiligen Kontext ihrer Reise gerade benötigen - insbesondere im Störungsfall. Die betrachteten Informationsdienste schließen folgende Funktionen ein: Verbindungsberechnung unter Berücksichtigung von Echtzeit-, Prognose- und Störungsdaten, Anschlussstatus, Benachrichtigungen im Störungsfall ggf. mit Neurouting, Voranmeldung von Anschlüssen, Informationen zu Buchungsmöglichkeiten, Fahrtstatus, Haltewunsch und andere. Durch die Veröffentlichung dieser Spezifikationen als VDV-Schriften werden Schnittstellenstandards geschaffen, die helfen werden, bestehende und neue IT-Systeme und Software-Komponenten miteinander zu verknüpfen. Besonders für den rasant wachsenden Markt der Smartphone-Apps werden standardisierte Schnittstellen zum Abruf von ÖV-Informationen hilfreich sein und Kosten sparen.

Systemübergreifende Identifikation

Damit heterogene Systeme Informationen über Objekte wie Haltestellen, Linien und Fahrzeuge austauschen können, müssen Methoden zur systemübergreifenden Referenzierung dieser Objekte bereitgestellt werden. IP-KOM-ÖV macht hier weitgehende Vorschläge, die sich auf etablierte, europaweite Standards wie Transmodel und CEN-IFOPT abstützen.

Praxiserprobung

Durch einen Feldtest mit Fahrzeugen der Stuttgarter Straßenbahn AG liegen erste Implementierungen vor, die die Tauglichkeit der Schnittstellenspezifikationen in der Praxis nachweisen.